Archiv Seite 2

Kein „Tag für die Nation – Kein Tag für Deutschland“ Infoveranstaltung in BS

Informationsveranstaltung zur bundesweiten Demonstration“Kein Tag für die Nation – Kein Tag für Deutschland“ am 2.Oktober in Bremen

In diesem Jahr, am 3. Oktober 2010, jährt sich zum 20. Mal die sogenannte „Wiedervereinigung“ Deutschlands. Nachdem die deutschen „Feierlichkeiten“ 2008 in Berlin und 2009 in Hamburg initiiert wurden, ist dieses Jahr Bremen unter dem Motto „20 Jahre deutsche Einheit“ dran. Die Veranstaltung, die u.a. mit Gästen wie Nena und dem Bundespräsidenten Wulff aufgewertet werden soll, soll ein großes nationales Party-Event werden, bei dem die deutsche Nation als historisch gewachsene Einheit und der Kapitalismus als wohlbringende Ordnung präsentiert werden.

Seit 1989 und der damit einhergehenden, veränderten politischen Lage auf der ganzen Welt, hat sich Deutschland zum „Global Player“ in der internationalen Staatenkonkurrenz entwickelt. Die „hippe Friedensnation“ führt seit der Annexion der DDR nicht nur wieder offiziell Kriege, wie in Jugoslawien und Afghanistan, sondern setzt seine ökonomischen und machtpolitischen Ziele auch mittels Diplomatie in der EU und UNO durch. Mit dieser neuen Rolle in der Weltpolitik ging sowohl eine Verschärfung der Lebensverhältnisse (Sozialabbau, rassistische Mobilisierung), als auch eine neue nationale Selbststilisierung als geläuterte, verantwortliche Friedensnation einher, die Auschwitz mit der „friedlichen, bürgerlichen Revolution“ von ’89 abgegolten hat und ihre neue Rolle nicht trotz, sondern gerade wegen Auschwitz begründet.
Trotz des modernen Antlitzes erfüllt der Nationalismus auch heute seine Funktion: Irrationale Vergemeinschaftung, Produktion und Exklusion innerer und äußerer Anderer, Glättung jeglicher sozialer Widersprüche im „homogenen“ nationalen Kollektiv. Um diesen sowohl politischen, als auch ästhetischen Angriffen auf die Vernunft entgegenzutreten und zu zeigen, dass wir kein Teil einer, wie auch immer ausformulierten, deutschen Volksgemeinschaft sind und sein wollen, finden in Bremen vom 1. bis zum 3. Oktober zahlreiche Veranstaltungen und am Samstag die bundesweit mobilisierte Demonstration unter dem Motto „Kein Tag für die Nation – Kein Tag für Deutschland“ statt. Aus jenem Anlass laden wir euch zu einer Info- und Diskussionsveranstaltung zu diesen Aktivitäten ein.

In der Veranstaltung am Mittwoch, den 29. September um 18:00h im Falkenzentrum SUB (Kuhstraße 28), geht es um die theoretischen Hintergründe des Bremer Bündnisses gegen Einheitsfeierlichkeiten und die konkreten Aktionen in Bremen.

Es laden ein: Ultras Braunschweig 2001 und die Antifaschistische Gruppe Braunschweig (AGB).

Demonstration – 2. Oktober 2010 – Hauptbahnhof Bremen
http://bremen310.hopto.org

28.08.2010 Gifhorn Flüchtlingsdemo

Flüchtlingsproteste unterstützen!
Seit gut einem Jahr setzen sich die BewohnerInnen des Flüchtlingsheim in Meinersen (Landkreis Gifhorn) gegen ihre menschenunwürdige Situation ein. Aktuell leben mehr als 65 Menschen aus unterschiedlichsten Ländern auf engstem Raum in dem Gewerbegebiet von Meinersen: so werden bis zu fünf Personen in kleinen Zimmern zusammengepfercht. Die sanitären Einrichtungen reichen für die Anzahl der Menschen nicht aus, Frauen und Männer müssen gemeinsame Duschen nutzen. Doch auch die restlichen Lebensbedingungen sind katastrophal: Fahrten zu ÄrztInnen können sich die Bewohner nicht leisten (Kinder- und weitere FachärztInnen gibt es jedoch nur in Gifhorn), denn anstatt Bargeld bekommen sie sogenannte Wertgutscheine-die nur gegen bestimmte Waren in festgelegten Läden eingetauscht werden können. Den Landkreis Gifhorn dürfen sie genauso wenig verlassen wie einer Arbeit nachgehen. Um an diesen Zuständen etwas zu ändern, haben die Flüchtlinge die Zustände öffentlich gemacht und im Juli diesen Jahres gemeinsam mit dem niedersächsischen Flüchtlingsrat eine Demonstration organisiert. Die Reaktionen darauf waren Beschwichtung, Schikane und Androhung weiterer Repressionen, wenn sie sich auch in Zukunft für die Verbesserung ihrere Lebenssituation einsetzen. In der Lebenssituation der Flüchtlinge aus Meinersen drückt sich die Allgemeinheit des bundesdeutschen Umgangs mit verfolgten und geflüchteten Menschen aus. Hinter der Chiffre „Asylrecht“ verbirgt sich ein rassistisches System aus Entrechtung und Repression, dessen Ziel die Abschiebung oder „freiwillige Rückführung“ der Betroffenen ist. Das rassistische System beginnt schon an dem Punkt, an dem die Menschehit in Nationen aufgeteilt wird und die indviduellen Möglichkeiten von der Staatsangehörigkreit abhängen. Dabei ist die nationalstaatliche Verfasstheit der Welt ein Teil eines System, in dem strukturell massive Unterschiede in Lebensbedingungen geschaffen werden. Nicht der Mensch und seine Bedürfnisse, sondern seine Verwertbarkeit steht im Vordergrund.
Dem Bündnis aus lokaler Politik, Ausländerbehörde und Heimleitung gilt es sich entgegen zu stellen und die Forderungen der Flüchtlinge nach dezentraler Unterbringung in Privatwohnungen und einem menschenwürdigem Leben zu unterstützen. Als Anfang dieser praktischen Unterstützung rufen wir euch auf, mit uns gemeinsam am 28.08.2010 mit dem Zug um 11:14 Uhr nach Gifhorn zu fahren, um an der Demonstration der Flüchtlinge teilzunehmen. Treffpunkt in Wolfsburg ist am Hauptbahnhof um 10:45 Uhr zur gemeinsamen Zuganreise.

25.06.2010 Antifa Soli – Herr von Grau

Am 25.06. ist es wieder soweit: Herr von Grau macht auf seiner Revue-Tour Halt in Wolfsburg! Das neue Album weiss wie immer zu überzeugen und steht dem Vorgänger „Heldenplätze“ in nichts nach. Das Konzert wird wieder im selbstverwalteten Jugendhaus Ost statt finden. Mit dabei ist außerdem Oldschool-Legende S-Rok.

Beginn: 22 Uhr
Eintritt: 4€

Herr von Grau – Myspace

Herr von Grau

Jugendhaus Ost
Walter-Flex-Weg 2
Wolfsburg