antifa-initiative wolfsburg http://aiw.blogsport.de Tue, 28 Dec 2010 17:17:29 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en Info http://aiw.blogsport.de/2010/12/28/info/ http://aiw.blogsport.de/2010/12/28/info/#comments Tue, 28 Dec 2010 17:17:29 +0000 Administrator Allgemein http://aiw.blogsport.de/2010/12/28/info/ Ab mitte Januar könnt ihr uns nur noch über aiw_wolfsburg[at]riseup.net erreichen. Wenn ihr uns mit PGP schreiben wollt könnt ihr uns noch über antifainitiativewob[at]web.de schreiben.

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http://aiw.blogsport.de/2010/12/28/info/feed/
AZ „Kim Huber“ lädt ein zum Infoabend http://aiw.blogsport.de/2010/12/05/az-kim-huber-laedt-ein-zum-infoabend/ http://aiw.blogsport.de/2010/12/05/az-kim-huber-laedt-ein-zum-infoabend/#comments Sun, 05 Dec 2010 19:11:58 +0000 Administrator Termine Regional http://aiw.blogsport.de/2010/12/05/az-kim-huber-laedt-ein-zum-infoabend/ Am Mittwoch den 8.12 findet im AZ „Kim Huber“ in Salzwedel
ein Infoabend statt. Die Infoveranstaltung handelt von der geplanten Hühner-Schlachtfabrik und der Besetzung dagegen, in Wietze bei Celle. Dazu gibt es vegane Vokü.
Für mehr Infos:

  • AZ Kim Hubert
    Altperverstr. 34
    Salzwedel um 18uhr
  • http://antiindustryfarm.blogsport.de/)antiindustryfarm.blogsport.de
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    http://aiw.blogsport.de/2010/12/05/az-kim-huber-laedt-ein-zum-infoabend/feed/
    Infoveranstaltungen der AGB http://aiw.blogsport.de/2010/11/03/infoveranstaltungen-der-agb/ http://aiw.blogsport.de/2010/11/03/infoveranstaltungen-der-agb/#comments Wed, 03 Nov 2010 09:54:30 +0000 Administrator Allgemein http://aiw.blogsport.de/2010/11/03/infoveranstaltungen-der-agb/ Anlässlich des sich nähernden 9. November und der sich damit erneut jährenden Reichskristallnacht veranstaltet die antifaschistische Gruppe Braunschweig zwei Infoveranstaltungen.

    Die erste heißt „Jüdischer Widerstand und deutsche Gedenkkultur“.
    Sie findet am Donnerstag, den 04.11. im TU-Altgebäude im Raum SN 19.3 ab 19 Uhr statt.

    Die zweite heißt „Das „jüdische Kapital“ und die Faschisten. Antisemitismus in der KPD der Weimarer Reupublik“.
    Sie findet am Donnerstag, den 11.11. im TU-Altgebäude im Raum SN 19.3 ab 19 Uhr statt.

    Da dieses Ereignis meist im Schwarz-Rot-Goldenen Einheitstaumel anlässlich des sich ebenfalls am 9. November jährenden Mauerfalls untergeht, ist es umso wichtiger, dass es nicht in Vergessenheit gerät.

    Nie wieder Deutschland!

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    Kein „Tag für die Nation – Kein Tag für Deutschland“ Infoveranstaltung in BS http://aiw.blogsport.de/2010/09/26/kein-tag-fuer-die-nation-kein-tag-fuer-deutschland-infoveranstaltung-in-bs/ http://aiw.blogsport.de/2010/09/26/kein-tag-fuer-die-nation-kein-tag-fuer-deutschland-infoveranstaltung-in-bs/#comments Sun, 26 Sep 2010 14:22:12 +0000 Administrator Termine Regional http://aiw.blogsport.de/2010/09/26/kein-tag-fuer-die-nation-kein-tag-fuer-deutschland-infoveranstaltung-in-bs/ Informationsveranstaltung zur bundesweiten Demonstration“Kein Tag für die Nation – Kein Tag für Deutschland“ am 2.Oktober in Bremen

    In diesem Jahr, am 3. Oktober 2010, jährt sich zum 20. Mal die sogenannte „Wiedervereinigung“ Deutschlands. Nachdem die deutschen „Feierlichkeiten“ 2008 in Berlin und 2009 in Hamburg initiiert wurden, ist dieses Jahr Bremen unter dem Motto „20 Jahre deutsche Einheit“ dran. Die Veranstaltung, die u.a. mit Gästen wie Nena und dem Bundespräsidenten Wulff aufgewertet werden soll, soll ein großes nationales Party-Event werden, bei dem die deutsche Nation als historisch gewachsene Einheit und der Kapitalismus als wohlbringende Ordnung präsentiert werden.

    Seit 1989 und der damit einhergehenden, veränderten politischen Lage auf der ganzen Welt, hat sich Deutschland zum „Global Player“ in der internationalen Staatenkonkurrenz entwickelt. Die „hippe Friedensnation“ führt seit der Annexion der DDR nicht nur wieder offiziell Kriege, wie in Jugoslawien und Afghanistan, sondern setzt seine ökonomischen und machtpolitischen Ziele auch mittels Diplomatie in der EU und UNO durch. Mit dieser neuen Rolle in der Weltpolitik ging sowohl eine Verschärfung der Lebensverhältnisse (Sozialabbau, rassistische Mobilisierung), als auch eine neue nationale Selbststilisierung als geläuterte, verantwortliche Friedensnation einher, die Auschwitz mit der „friedlichen, bürgerlichen Revolution“ von ’89 abgegolten hat und ihre neue Rolle nicht trotz, sondern gerade wegen Auschwitz begründet.
    Trotz des modernen Antlitzes erfüllt der Nationalismus auch heute seine Funktion: Irrationale Vergemeinschaftung, Produktion und Exklusion innerer und äußerer Anderer, Glättung jeglicher sozialer Widersprüche im „homogenen“ nationalen Kollektiv. Um diesen sowohl politischen, als auch ästhetischen Angriffen auf die Vernunft entgegenzutreten und zu zeigen, dass wir kein Teil einer, wie auch immer ausformulierten, deutschen Volksgemeinschaft sind und sein wollen, finden in Bremen vom 1. bis zum 3. Oktober zahlreiche Veranstaltungen und am Samstag die bundesweit mobilisierte Demonstration unter dem Motto „Kein Tag für die Nation – Kein Tag für Deutschland“ statt. Aus jenem Anlass laden wir euch zu einer Info- und Diskussionsveranstaltung zu diesen Aktivitäten ein.

    In der Veranstaltung am Mittwoch, den 29. September um 18:00h im Falkenzentrum SUB (Kuhstraße 28), geht es um die theoretischen Hintergründe des Bremer Bündnisses gegen Einheitsfeierlichkeiten und die konkreten Aktionen in Bremen.

    Es laden ein: Ultras Braunschweig 2001 und die Antifaschistische Gruppe Braunschweig (AGB).

    Demonstration – 2. Oktober 2010 – Hauptbahnhof Bremen
    http://bremen310.hopto.org

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    http://aiw.blogsport.de/2010/09/26/kein-tag-fuer-die-nation-kein-tag-fuer-deutschland-infoveranstaltung-in-bs/feed/
    28.08.2010 Gifhorn Flüchtlingsdemo http://aiw.blogsport.de/2010/08/26/28-08-2010-gifhorn-fluechtlingsdemo/ http://aiw.blogsport.de/2010/08/26/28-08-2010-gifhorn-fluechtlingsdemo/#comments Thu, 26 Aug 2010 07:11:06 +0000 Administrator Allgemein http://aiw.blogsport.de/2010/08/26/28-08-2010-gifhorn-fluechtlingsdemo/ Flüchtlingsproteste unterstützen!
    Seit gut einem Jahr setzen sich die BewohnerInnen des Flüchtlingsheim in Meinersen (Landkreis Gifhorn) gegen ihre menschenunwürdige Situation ein. Aktuell leben mehr als 65 Menschen aus unterschiedlichsten Ländern auf engstem Raum in dem Gewerbegebiet von Meinersen: so werden bis zu fünf Personen in kleinen Zimmern zusammengepfercht. Die sanitären Einrichtungen reichen für die Anzahl der Menschen nicht aus, Frauen und Männer müssen gemeinsame Duschen nutzen. Doch auch die restlichen Lebensbedingungen sind katastrophal: Fahrten zu ÄrztInnen können sich die Bewohner nicht leisten (Kinder- und weitere FachärztInnen gibt es jedoch nur in Gifhorn), denn anstatt Bargeld bekommen sie sogenannte Wertgutscheine-die nur gegen bestimmte Waren in festgelegten Läden eingetauscht werden können. Den Landkreis Gifhorn dürfen sie genauso wenig verlassen wie einer Arbeit nachgehen. Um an diesen Zuständen etwas zu ändern, haben die Flüchtlinge die Zustände öffentlich gemacht und im Juli diesen Jahres gemeinsam mit dem niedersächsischen Flüchtlingsrat eine Demonstration organisiert. Die Reaktionen darauf waren Beschwichtung, Schikane und Androhung weiterer Repressionen, wenn sie sich auch in Zukunft für die Verbesserung ihrere Lebenssituation einsetzen. In der Lebenssituation der Flüchtlinge aus Meinersen drückt sich die Allgemeinheit des bundesdeutschen Umgangs mit verfolgten und geflüchteten Menschen aus. Hinter der Chiffre „Asylrecht“ verbirgt sich ein rassistisches System aus Entrechtung und Repression, dessen Ziel die Abschiebung oder „freiwillige Rückführung“ der Betroffenen ist. Das rassistische System beginnt schon an dem Punkt, an dem die Menschehit in Nationen aufgeteilt wird und die indviduellen Möglichkeiten von der Staatsangehörigkreit abhängen. Dabei ist die nationalstaatliche Verfasstheit der Welt ein Teil eines System, in dem strukturell massive Unterschiede in Lebensbedingungen geschaffen werden. Nicht der Mensch und seine Bedürfnisse, sondern seine Verwertbarkeit steht im Vordergrund.
    Dem Bündnis aus lokaler Politik, Ausländerbehörde und Heimleitung gilt es sich entgegen zu stellen und die Forderungen der Flüchtlinge nach dezentraler Unterbringung in Privatwohnungen und einem menschenwürdigem Leben zu unterstützen. Als Anfang dieser praktischen Unterstützung rufen wir euch auf, mit uns gemeinsam am 28.08.2010 mit dem Zug um 11:14 Uhr nach Gifhorn zu fahren, um an der Demonstration der Flüchtlinge teilzunehmen. Treffpunkt in Wolfsburg ist am Hauptbahnhof um 10:45 Uhr zur gemeinsamen Zuganreise.

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    http://aiw.blogsport.de/2010/08/26/28-08-2010-gifhorn-fluechtlingsdemo/feed/
    25.06.2010 Antifa Soli – Herr von Grau http://aiw.blogsport.de/2010/06/21/25-06-2010-antifa-soli-herr-von-grau/ http://aiw.blogsport.de/2010/06/21/25-06-2010-antifa-soli-herr-von-grau/#comments Mon, 21 Jun 2010 18:22:24 +0000 Administrator Allgemein http://aiw.blogsport.de/2010/06/21/25-06-2010-antifa-soli-herr-von-grau/ Am 25.06. ist es wieder soweit: Herr von Grau macht auf seiner Revue-Tour Halt in Wolfsburg! Das neue Album weiss wie immer zu überzeugen und steht dem Vorgänger „Heldenplätze“ in nichts nach. Das Konzert wird wieder im selbstverwalteten Jugendhaus Ost statt finden. Mit dabei ist außerdem Oldschool-Legende S-Rok.

    Beginn: 22 Uhr
    Eintritt: 4€

    Herr von Grau – Myspace

    Herr von Grau

    Jugendhaus Ost
    Walter-Flex-Weg 2
    Wolfsburg

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    http://aiw.blogsport.de/2010/06/21/25-06-2010-antifa-soli-herr-von-grau/feed/
    no pasaran! http://aiw.blogsport.de/2010/01/19/no-pasaran/ http://aiw.blogsport.de/2010/01/19/no-pasaran/#comments Tue, 19 Jan 2010 10:22:36 +0000 Administrator Allgemein http://aiw.blogsport.de/2010/01/19/no-pasaran/

    Lübeck, Köln, Dresden, Takatukaland oder Magdeburg…
    alles Städtenamen, die von der deutschen „Volksgemeinschaft“ und ihren Medien gern in eine Reihe gestellt werden mit den Bombardierungen und nahezu vollständigen Zerstörung der Städte Warschau, Coventry…
    Die Deutschen sind halt auch nur Opfer der Kriegsverbrecher Churchill und Co!

    GeschichtsrevisionistInnen eine klare Absage erteilen!
    Aus dem Dunst der historischen Ereignisse manifestiert sich langsam der in der Gesellschaft schon weit verbreitete Mythos des „deutschen Volkes“ als Opfer – Opfer des Nationalsozialismus und Opfer des alliierten „Bombenholocaust“. Da steht der deutsche Büger den national Gesinnten in nichts nach: Gern wird am Stammtisch an die angeblichen Kriegsverbrechen und „Völkerrechtsverletzungen“ der Alliierten erinnert und Vergleiche mit dem Holocaust gezogen – frei nach dem Motto „Wir sind die wahren Opfer der Ereignisse, zunächst mussten wir uns der NS-Diktatur unterwerfen, dann wurden unsere Städte bombardiert und als Krönung unser Volk entzweit!“

    Deutsche Täter sind keine Opfer, waren sie nie und werden sie nie sein!
    Angefangen bei der staatskapitalistischen Deutschen Demokratischen Republik hingehend zu dem deutschen Mob in der Bundesrepublik wird der deutsche Opferkult weiter reproduziert und Bücher wie das Dresdenbuch des Holocaustleugners Irving sind schon fast Standardwerke in den Bücherregalen vieler Deutscher geworden. Daran nahtlos anzuknüpfen, ist für die IntelligenzallergikerInnen der volksgemeinschaftlichen Front kein Problem…Jedes Jahr wird Dresden zum Anlass und Anlaufpunkt von Tausenden Anhängern der rechten Szene, welche den vermeintlichen Opfern gedenken und ihre antisemitische, geschichtsrevisionistische Propaganda verstreuen!

    Dieses gilt es zu verhindern!

    Deshalb rufen wir, die Antifaschistische Initiative Wolfsburg, dazu auf, euch den Nazis in den Weg zu stellen und mit allen Mitteln ihr Vorhaben zu verhindern!

    13. Februar 2010:
    GeschichtsrevisionistInnen auf den Müll der Geschichte!

    Mobilisierungsveranstaltung:
    03.02.2010 – 19 Uhr
    im JH Ost
    Walter-Flex Weg 2, Wolfsburg

    +vegan food
    +drinks

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    http://aiw.blogsport.de/2010/01/19/no-pasaran/feed/
    16.01.2010 Magdeburg http://aiw.blogsport.de/2010/01/07/16012010-magdeburg/ http://aiw.blogsport.de/2010/01/07/16012010-magdeburg/#comments Thu, 07 Jan 2010 19:12:10 +0000 Administrator Allgemein http://aiw.blogsport.de/2010/01/07/16012010-magdeburg/ Banner

    Aufruf gegen den Naziaufmarsch am 16. Januar 2010 in Magdeburg
    ¡No pasarán!

    Am 16. Januar 2010 jährt sich zum 65. Mal die Bombardierung Magdeburgs, durch die Alliierten im 2. Weltkrieg. Wie bereits in den vergangenen Jahren rufen Neonazis zu einem „Trauermarsch“ auf, um ihren Geschichtsrevisionismus zu verbreiten. Dem gilt es entgegenzutreten und den Aufmarsch zu verhindern.
    Die diesjährigen Gegenaktivitäten laufen unter dem Motto „No pasarán“. In den letzten Jahren gab es verschiedene Ansätze den Naziaufmarsch zu blockieren und zu verhindern. 2005 musste der Aufmarsch nach ein paar hundert Metern abgebrochen werden, dies sollte auch 2010 möglich sein. Wir rufen zu einer bundesweiten antifaschistischen Demonstration sowie im Anschluss zu dezentralen Aktionen auf.

    Magdeburg im 2. Weltkrieg

    Die Stadt Magdeburg wurde im 2. Weltkrieg ab 1943 von den Alliierten bombardiert. Der schwerste Angriff erfolgte am 16.01.1945. Dieses Datum nehmen Neonazis seit 1998 immer wieder zum Anlass so genannte „Trauermärsche“ und Kranzniederlegungen durchzuführen. Sie wollen damit angeblich den „deutschen Opfern“ gedenken, betreiben dabei aber Geschichtsrevisionismus.
    Die Bombardierung Magdeburgs im 2. Weltkrieg war nicht unerwartet, denn Magdeburg nahm in der kriegswichtigen Waffen- und Treibstoffproduktion keine unwichtige Rolle ein. Hinzu kam, dass diese Infrastruktur noch gut erhalten war. Besonders betroffen von dem Angriff waren Betriebe wie das Krupp-Gruson-Werk, das Junkerswerk und die Braunkohle-Benzin-AG (Brabag). Die Brabag war der größte Treibstofflieferant der Wehrmacht. Sie errichtete sechs KZ-Außenlager, um die ZwangsarbeiterInnen unterzubringen, die sie für die Produktion benötigten. Das „KZ-Magda“ in Magdeburg-Rothensee war eins davon. Zwischen Juni 1944 und Februar 1945 arbeiteten dort 2172 Juden und Jüdinnen, von denen etwa 65 Prozent starben. Ein Konzentrationslager speziell für Roma, Sinti und Jenische befand sich am Holzweg in Magdeburg. Dieses wurde aber 1943 auf Grund der Anwohnerproteste geschlossen. Die Inhaftierten wurden in das Konzentrationslager Auschwitz verschleppt.
    Der Munitionsproduzent Polte, ein wichtiges Unternehmen, welches die notwendige Ausrüstung für den Krieg entwickelte und produzierte, unterhielt ein Außenlager des Konzentrationslagers Buchenwald in der Liebknechtstraße im heutigen Magdeburg-Stadtfeld. Von 1943 bis 1945 befanden sich dort über 3000 InsassInnen. Vornehmlich Jüdinnen und Juden aus den Konzentrationslagern Riga-Kaiserwald, Auschwitz, Ravensbrück und Stutthof sowie russische und politische Gefangene mussten hier schwerste Arbeiten verrichten, um die Produktion für den Krieg aufrechtzuerhalten.

    Neonaziszene in Magdeburg

    Die jährlichen Aufmärsche der Neonazis im Januar stellen einen Höhepunkt der lokalen Naziszene dar, insbesondere auch durch Unterstützung auf bundesweiter Ebene. Die stärker werdende Rechte nutzt die Thematik, um sich vermehrt in Magdeburg zu etablieren und neue MitgliederInnen anzuwerben. Der so genannte “Trauermarsch” hat aber auch die Funktion der Vernetzung, um auf bundesweiter Ebene Kontakte zu knüpfen. Es wird versucht eine Ideologiebildung und Festigung einer neonationalsozialistischen Identität voranzutreiben. Durch einen positiven Bezug auf den Nationalsozialismus wollen die Neonazis alle Spektren der rechtsextremen Szene erreichen und Einigkeit suggerieren.
    Damals wie heute werden Menschen aus rassistischen und antisemitischen Motiven angegriffen und ermordet. Alle Menschen, die nicht in das nationalsozialistische Weltbild passen, sind potentielle Opfer rechtsextremer Gewalttäter. Traurige Höhepunkte neonazistischer Gewalt sind Ereignisse, wie die Morde an Torsten Lamprecht (1992), Farid Boukhit (1994), die Himmelfahrtskrawalle 1994 sowie der Mord an Frank Böttcher (1997) in Magdeburg. In den letzten Jahren war die Situation ähnlich brisant. Wöchentlich kommt es zu neuen Meldungen über rassistische Angriffe auf Menschen mit Migrationshintergrund und alternative Jugendliche. Diese Übergriffe ereignen sich hauptsächlich innerhalb des öffentlichen Raumes. Beispielsweise wurde Rick L. am 17. August 2008, nach dem Besuch einer Magdeburger Diskothek, von einem Nazi erschlagen.
    Die Naziszene in Magdeburg trat in den letzten Jahren in verschiedenen Organisationen auf. Der aktive Kern der Magdeburger Neonazis organisierte sich in verschiedenen Bereichen der Szene. Die Kameradschaft „Festungsstadt Magdeburg“ löste sich einige Jahre nach ihrer Gründung auf und reorganisierte sich in den „Nationalen Sozialisten Magdeburg“. Beide Gruppen zählten zu den so genannten „freien Kräften“. Nach der Auflösung der „Nationalen Sozialisten Magdeburg“ ging ein Teil des aktiven Kerns mehr und mehr in die NPD und ihrer Jugendorganisation JN über und versuchte mehrere „JN-Stützpunkte“ zu etablieren. Ein paar der neonazistischen Kader engagieren sich in verschiedenen Stadtteilen, aber auch in Gemeinden und Dörfern im Umland von Magdeburg, um die dortige Jugend in ihrem Sinne zu „politisieren“. Ebenfalls versuchten sich die Nazis in sozialen Initiativen, wie den Montagsdemonstrationen, einzubringen und diese für ihre Interessen zu nutzen.
    Bei den diesjährigen Kommunalwahlen schaffte es die NPD mit Matthias Gärtner, einem der führenden neonazistischen Aktivisten, in den Magdeburger Stadtrat.

    Geschichtsrevisionismus bekämpfen

    Die Neonazis betreiben mit ihrem Aufmarsch aktiven Geschichtsrevisionismus. Deutsche Verbrechen werden negiert, relativiert und verdreht. Die offenbare Schuld am 2. Weltkrieg wird verleugnet und die TäterInnen werden zu Opfern verklärt.
    KriegsverbrecherInnen, Wehrmacht, SS und SA werden zu Helden glorifiziert und es wird ein Bild vom „sauberen“ und „tapferen“ Soldaten geschaffen. Die industrielle Vernichtung von Millionen Jüdinnen und Juden, Sinti und Roma, ZwangsarbeiterInnen, Menschen mit Beeinträchtigungen, AnarchistInnen, KommunistInnen, SozialistInnen, antifaschistische WiderstandskämpferInnen und Homosexuellen sowie Menschen, die im NS-Regime als „asozial“ galten und vielen anderen, wird von ihnen geleugnet bzw. verharmlost.
    Ebenfalls bei der Thematik des Antisemitismus zeigt sich die Revision der Geschichte durch die Neonazis. So wird das Vernichtungslager Auschwitz von den Neonazis als eine große „Lüge“ empfunden. Die Zahl der dort vernichteten Juden und Jüdinnen wird herunter gespielt und die Existenz der Gaskammern geleugnet. Somit wird die Singularität der Shoa negiert und der Antisemitismus weiter gefestigt.
    Ferner werden die Luftangriffe auf deutsche Städte mit der Shoa verglichen und als „Bombenholocaust“ bezeichnet. Die „wahren TäterInnen“ sind in ihren Augen die Alliierten.

    Geschichtsrevisionismus ist jedoch nicht nur ein Phänomen der Rechtsextremen. Er ist längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen und damit gesellschaftliche Realität „deutscher Geschichtsaufarbeitung“. So wird auf Gedenkveranstaltungen der bürgerlichen Mitte und der Stadt nicht die Geschichte aufgearbeitet, sondern es wird undifferenziert um die deutschen Opfer getrauert. Die Verbrechen werden demnach aus ihrem historischen Kontext gerissen. Kaum ein Wort wird darüber verloren, dass Nazideutschland die Schuld für den 2. Weltkrieg und die nationalsozialistischen Verbrechen trägt. Die Gründe für Bombardierungen werden kaum bis gar nicht beleuchtet. Es ist lediglich von einem Krieg die Rede. Unter einen Teil der deutschen Geschichte und den damit verbundenen Verbrechen, soll somit politisch und gesellschaftlich ein „Schlussstrich“ gezogen werden. „Volk“ und „Nation“ sollen von der Schuld rein gewaschen werden.
    Es handelt sich also um politische Kontinuitäten, zu denen sich eine wachsende Anzahl von Menschen nun endlich wieder freimütig bekennen kann! Dies beruht auch auf einem neu gefundenen Nationalstolz.
    Seit Jahren bildet sich in der BRD ein stärker werdender Nationalstolz heraus. Begünstigt durch Großereignisse, wie die Fußballweltmeisterschaft und das damit einhergehendes Fahnenmeer schwarz, rot, goldener Flaggen und ermuntert durch Werbeaktionen der Bundesregierung wie „Du bist Deutschland“ können sich „Deutsche wieder deutsch“ fühlen. Daraus entsteht ein gesellschaftliches Klima, das „Andersartigkeit“ negiert und denunziert und folglich Nährboden für faschistoides Gedankengut bildet.

    Eine andere Welt ist möglich

    Wir wollen an dieser Stelle noch einmal betonen, dass es um mehr geht als nur den Aufmarsch zu verhindern.
    Um das Aufkommen von neonazistischen Ideologien und ihren Verbrechen zu verhindern, kann das kapitalistische System keine Lösung sein und bieten. Nur der Aufbau einer neuen Welt, ohne Klassen und Staaten, eine Welt des Friedens und der Freiheit ist die einzige Chance, um zu verhindern das faschistoide Ideologien einen Nährboden finden. Hierzu ist es nötig die Ideen einer anderen Gesellschaft in die Öffentlichkeit zu tragen und zu verbreiten.

    No pasarán – Sie werden nicht durchkommen

    Wir werden am 16. Januar in Magdeburg eine antifaschistische Demonstration auf die Straße bringen, um eine Gegenöffentlichkeit zu schaffen und unsere Inhalte zu verbreiten. Im Anschluss rufen wir zu dezentralen Aktionen gegen den Naziaufmarsch auf. Schicken wir die Nazis dahin wo sie hingehören, auf den Müllhaufen der Geschichte!


    www.16januarmagdeburg.blogsport.de

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    http://aiw.blogsport.de/2010/01/07/16012010-magdeburg/feed/
    12.12. Antifa-Soli Konzert im s.v. JH Ost http://aiw.blogsport.de/2009/11/23/1212-antifa-soli-konzert-im-sv-jh-ost/ http://aiw.blogsport.de/2009/11/23/1212-antifa-soli-konzert-im-sv-jh-ost/#comments Mon, 23 Nov 2009 18:30:47 +0000 Administrator Allgemein http://aiw.blogsport.de/2009/11/23/1212-antifa-soli-konzert-im-sv-jh-ost/ Rieger tot, alles gut? Leider nein! Auch wenn der Vize-NPD-Chef vor kurzem das Zeitliche gesegnet hat, gibt es für uns nur wenig Grund zum Jubeln. Auch wenn ein wichtiger Geldgeber der rechten Szene und bedeutender Mittelsmann zwischen NPD und freien Kameradschaften jetzt fehlt, bewirkt der Todesfall eine Mobilisierung der faschistischen Strukturen. Die ansteigenden Zahlen bei rechten Demonstrationen bestätigen dies. Auch für das in Wolfsburg geplante KdF-Museum kann noch keine Entwarnung gegeben werden. Deswegen ist es weiterhin unsere Pflicht, faschisitische Strukutren auf allen Ebenen und mit allen Mitteln zu bekämpfen!
    DESTROY FASCISM!

    Antifa-Soli-12-12-09

    Schlagzeiln — Öko-Gangsta-Rap MySpace
    Herr von Grau — Hip-Hop/Rap mit deepen Texten MySpace
    Wordclass — finest Battle Rap from Wolfsburg
    --
    und auf dem 2nd Floor:
    Synacktic — Electro/Fidget/House/Dubstep Dj-Set MySpace
    +special VJ Performance

    Beginn: 21Uhr
    Eintritt: faire 4 Soli-Euro
    @Jugendhaus Ost
    Walter-Flex-Weg 2
    Wolfsburg

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    http://aiw.blogsport.de/2009/11/23/1212-antifa-soli-konzert-im-sv-jh-ost/feed/
    Antifa-Info-Abend. http://aiw.blogsport.de/2009/11/14/antifa-info-abend/ http://aiw.blogsport.de/2009/11/14/antifa-info-abend/#comments Sat, 14 Nov 2009 13:49:18 +0000 Administrator Allgemein http://aiw.blogsport.de/2009/11/14/antifa-info-abend/ 9.12 Antifa-Info-Abend:
    Wir laden euch am 9.12.2009 um 19h zum nächsten Antifa-Info-Abend in das s.v. JH Ost ein. Um euch in entspannter Amtosphäre und mit veganem Essen zu informieren. Informieren worüber?
    Über die Naziaktivitäten auf dem Hof Nahtz, bei Eschede. Auf diesen Hof finden regelmäßig überregionale Nazievents wie z.B. Winter- und Sommersonnenwendfeiern statt. Informieren über die Antifa-Bündnissdemo am 19.12.2009 und wie mensch gegen das Nazizentrum vorgehen kann.
    Für detaillierte Hintgrundinfos checkt die Site der antifaschistischen aktion Lüneburg/Uelzen.

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    http://aiw.blogsport.de/2009/11/14/antifa-info-abend/feed/